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 Syrien

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Wladimir I
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BeitragThema: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 03:29

Kein Mensch scheint sich für Syrien (Außenpolitik) zu interessieren. Geht es den meisten, was ich ohnehin weiß, nur noch um den eigenen Bauch? Darüber bin ich aber trotzdem eingermaßen frustriert. Man muß doch eine Meinung zum alltäglichen Töten und Sterben dort haben - oder ist das wirklich allen "wurscht"? Wenn wenigstens einer sagen würde "ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich denken soll" - aber NICHTS!

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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 03:45

Wladi zu solch politischen Themen äußere ich mich nicht mehr, Du weißt sicher am besten warum! silent
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PeggyMcFly
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 04:05

Wladimir I schrieb:
Kein Mensch scheint sich für Syrien (Außenpolitik) zu interessieren. Geht es den meisten, was ich ohnehin weiß, nur noch um den eigenen Bauch? Darüber bin ich aber trotzdem eingermaßen frustriert. Man muß doch eine Meinung zum alltäglichen Töten und Sterben dort haben - oder ist das wirklich allen "wurscht"? Wenn wenigstens einer sagen würde "ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich denken soll" - aber NICHTS!

Wladimir I


Das wirft jetzt sicher kein besonders gutes Licht auf mich, aber ganz ehrlich? Es interessiert mich wirklich nicht besonders. Natürlich tut mir die unschuldige Bevölkerung dort leid, besonders die Kinder. Aber mir tun auch die Kinder in Afghanistan, in brasilianischen Slums, Somalia, Haiti, Nordkorea und und und leid. Darüber redet hier auch kein Schwein.

Es ist leider wie es ist, und so traurig wie es ist, wenn die Regierung in diesen Ländern diese Zustände nicht verbessern will oder, noch schlimmer, sie überhaupt erst verursacht, dann kann der Rest der Welt nichts dagegen ausrichten. Es sei denn, du willst, dass wir unsere Truppen und Hilfskräfte nun auch noch nach Syrien schicken.
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Fawkrin
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 05:06

Wladimir I schrieb:
Kein Mensch scheint sich für Syrien (Außenpolitik) zu interessieren. Geht es den meisten, was ich ohnehin weiß, nur noch um den eigenen Bauch? Darüber bin ich aber trotzdem eingermaßen frustriert. Man muß doch eine Meinung zum alltäglichen Töten und Sterben dort haben - oder ist das wirklich allen "wurscht"? Wenn wenigstens einer sagen würde "ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich denken soll" - aber NICHTS!

Wladimir I

Wladimir, ich verfolge die Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten. Das weisst Du. Aber manchmal fällt mir nichts mehr ein. Ich hoffe für Syrien, dass die Opposition den Kampf gewinnt und eine echte Demokratie startet: ohne machtgeilen Militärrat und ohne Einmischung des Auslandes. Zu befürchten ist iranischer Einfluss, wahabitische Idiotie und westliche Geldgeilheiten.
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 09:28

Wladimir, ich persönlich weiß nicht, was ich dazu sagen bzw. was ich glauben soll. Als ich vor einem Jahr in Syrien war, war gerade der Umschwung in Ägypten im Gange. Wie du weißt, gab es damals in Ägypten auch Tote. Die Syrier, mit denen ich mich damals unterhalten habe, meinten, dass so was wie in Ägypten in Syrien nicht passieren wird. Damit meinten sie, dass es dort nicht passieren wird, dass sich das "normale" Volk gegen das Regime auflehnen wird. Unser Reiseleiter erzählte uns, dass es schon mal einen Aufstand vor einigen Jahren in Syrien in Hama gab, der von Islamisten angezettelt wurde und der blutig endete, da das syrische Regime gegen Islamisten ist. Es gab wohl damals einige Tausend Tote, über die geschwiegen wurde. Dieser jetzige Aufstand in Syrien soll auch von Islamisten angezettelt wurden sein. Dass sich daran auch die zivile Bevölkerung beteiligt und auf Unschuldige geschossen wird, tut mir leid, denn mir persönlich liegen die Menschen dort sehr am Herzen, weil ich sie als besonders gastfreundlich kennengelernt habe. Eigentlich hatte ich mir damals vorgenommen, bald noch mal nach Syrien zu reisen, aber das ist ja leider im Moment nicht mehr möglich.

Anja
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 11:26

Ich muß sagen mir fehlt die Kraft mich zu einer klaren Entscheidung durchzuringen. Deswegen fehlt mir auch der nötige Elan zu einer engagierten Stellungnahme. Eines weiß ich allerdings genau: Ich will keine ausländischen oder gar NATO-Truppen dort sehen. Und dabei geht es mir ausnahmsweise gar nicht so sehr um das Leben dieser (möglicherweise auch unserer) Soldaten. Es geht darum, dass die Einmischung bislang NIRGENDWO wirklich etwas Positives bewirkte. Es geht darum diese Länder ihre Probleme allein lösen zu lassen. Ich werde unter Außenpolitik etwas dazu in Board stellen und hoffe nicht Alleinunterhalter zu bleiben.

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Hubert Laufer
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 20:48

Wladimir I schrieb:
Kein Mensch scheint sich für Syrien (Außenpolitik) zu interessieren. Geht es den meisten, was ich ohnehin weiß, nur noch um den eigenen Bauch? Darüber bin ich aber trotzdem eingermaßen frustriert. Man muß doch eine Meinung zum alltäglichen Töten und Sterben dort haben - oder ist das wirklich allen "wurscht"? Wenn wenigstens einer sagen würde "ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich denken soll" - aber NICHTS!

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Wladimir , Du weißt es , aber manchmal will man es nicht wahrhaben . Ich meine : Vielleicht
sind wir alle hier im Forum in einer Art Schockstarre .- Wir finden keine Worte und hoffen ,
dass der Albtraum im Nahen Osten wenigstens etwas abgemildert wird .
Hubert
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BeitragThema: Re: Syrien   Sa 11 Feb 2012, 23:28

Hubert Laufer schrieb:
Wladimir I schrieb:
Kein Mensch scheint sich für Syrien (Außenpolitik) zu interessieren. Geht es den meisten, was ich ohnehin weiß, nur noch um den eigenen Bauch? Darüber bin ich aber trotzdem eingermaßen frustriert. Man muß doch eine Meinung zum alltäglichen Töten und Sterben dort haben - oder ist das wirklich allen "wurscht"? Wenn wenigstens einer sagen würde "ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich denken soll" - aber NICHTS! Wladimir I
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Wladimir , Du weißt es , aber manchmal will man es nicht wahrhaben . Ich meine : Vielleicht
sind wir alle hier im Forum in einer Art Schockstarre .- Wir finden keine Worte und hoffen ,
dass der Albtraum im Nahen Osten wenigstens etwas abgemildert wird . Hubert

Das Problem bei jeder Kriegsberichterstattung ist, dass man nicht weiß, ob es Wahrheit, Lüge oder gezielte Desinformation ist, was man zu sehen oder zu hören kriegt. DESINFORMATION gehört wie z.B. Spionage und Sabotage zu dem Mitteln des sog. "Verdeckten Kampfes". Vor ca. zwei Tagen sah ich im Fernsehen einen Mann, der einen etwas größeren Säugling in den Armen hielt. Dieser soll Kugeln in der Brust gehabt haben und man habe ihm die Hände abgetrennt. Das war erschütternd. Wenn das wahr ist, ist es fürchterlich und man sieht wie vertiert die Kampfführung bereits ist. Es ist aber gut möglich, dass das nicht wahr ist. Weltweit wurde bei Bush Seniors Feldzug gegen den Irak berichtet Saddams Soldaten hätten in Kuwait Säuglinge aus den Brutkästen gerissen und gegen die Wände geschmettert. Das löste, ebenfalls weltweit, Empörung aus. Hinterher wurde es als Propagandalüge enttarnt. Solche Beispiele gibt es noch etliche!
Aber was ist mit auf den ersten Blick seriösen Nachrichten? Ich nehme etwas, was ich selbst erst kürzlich zitierend herangezogen habe:

China will sich nach seinem Veto zur Syrien-Resolution, mit dem es neben den Westen auch die Arabische Liga gegen sich aufbrachte, die Tür für neue diplomatische Initiativen offen halten.
(...)
Patriotisch-populistische Zeitungen wie die „Global Times“, die dem Veto anfangs uneingeschränkt applaudierten und behaupteten, dass nach ihren Umfragen mehr als 90 Prozent der Befragten dahinterstünden, relativieren ihr Aussage vorsichtig.
Die Zeitung zitierte jüngst eine andere Umfrage, wonach 55 Prozent der chinesischen Befragten glauben, dass das Assad-Regime alle Legitimität verloren hat, weil es Zivilisten abschlachten lässt.
(...)
Sie versuchten auch die Weiterverbreitung eines offenen Briefes zu löschen, den der syrische Schriftsteller Khaled Klalifa explizit auch an China und Russland adressierte: Der Autor, der mit seinem in Syrien verbotenen Roman „Zum Lob des Hasses“ weltberühmt wurde, ruft „Freunde, Schriftsteller und Journalisten überall in der Welt, in China und Russland“ zur Hilfe auf.
„Ich möchte Euch darüber informieren, dass mein Volk vor einem Genozid steht“, schreibt er. "Die Welt habe zu lange die Augen davor geschlossen und damit nur das Regime ermuntert, eine „friedliche Revolution auszulöschen.“
http://www.welt.de/politik/ausland/article13860958/Chinesen-stellen-Freibrief-zum-Weitertoeten-infrage.html

Trotz Vielfalt in der Informationsmöglichkeit, weiß man nicht mehr welcher Nachricht man glauben darf. Eine Nachricht beispielsweise zu Syrien wird in den USA kaum anders aussehen als bei uns. Englisch können viele, also kann man US-Nachrichten zum Vergleich lesen. Welt-online schrieb Obiges.
Wissen wir, ob das Springer-Medium uns belügt? Können wir prüfen, ob es uns die halbe Wahrheit sagt? Können wir beurteilen, ob nicht gezielt etwas zur Berichterstattung herangezogen wurde um einen bestimmten Eindruck zu erwecken? Wir können es nicht! Der normale User kann nicht Mandarin oder eine andere chinesische Sprache und er hat auch keinen Zugriff auf die Meinung der Chinesen. Außerdem wird es den meisten Chinesen gleichgültig sein was in Syrien geschieht. Aber hier wird glauben gemacht, dass Assads Rache an Revolutionären, Deserteuren und Meuterern, ein normales Verhalten eines amtierenden Regimes, Menschen in China auf die Barrikaden bringt. Das glaubt doch kein normaler Mensch, keiner der weiß, dass auch bei uns sich nur ganz bestimmte, wenige, für so etwas wirklich interessieren.

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Gert
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BeitragThema: Es wird nichts gutes geben.   So 12 Feb 2012, 00:41

Was auch? Das Assad Regime mag eine Art diktatur gewesen sein. Es war aber ein Faktor der Stabilität. Mussten die Menschen in Syrien elend dahin vegetieren? Hunger, Elend?
War es nicht eher so, das dort ein Gleichgewicht gewahrt worden ist - wie in den anderen Ländern auch?
Was ich dort unten sehe ist ein Desater sondergleichen. Was wir sicher nicht erleben werden ist Demokratie und Menschenrechte für alle, die dort leben.
Von daher kotzt mich dieser ganze "arabische Frühling" wie der Mist mal bezeichnet wurde, an.
Gert

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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 02:16

Gert schrieb:
Was auch? Das Assad Regime mag eine Art diktatur gewesen sein. Es war aber ein Faktor der Stabilität. Mussten die Menschen in Syrien elend dahin vegetieren? Hunger, Elend?
War es nicht eher so, das dort ein Gleichgewicht gewahrt worden ist - wie in den anderen Ländern auch?
Was ich dort unten sehe ist ein Desater sondergleichen. Was wir sicher nicht erleben werden ist Demokratie und Menschenrechte für alle, die dort leben.
Von daher kotzt mich dieser ganze "arabische Frühling" wie der Mist mal bezeichnet wurde, an.
Gert
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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
Verkürzt : Uns mußte bewußt werden , dass dies ein wichtiger Weg zum friedlichen Miteinander ist .--- Auch wenn
ich manches kritisch sehe .-- Habe diese Tage die " Rede"von Jackson Anklagevertreter "gefunden" . Wie er die
Deutschen der zwanziger Jahre beschreibt , ist schon erschütternd , weil er inhaltlich die Atmosphäre ziemlich sachlich beschreibt
Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
Aber es war halt `ne winzige Minderheit die von diesem "System" profitierte
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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 06:39

Hubert Laufer schrieb:
Gert schrieb:
Was auch? Das Assad Regime mag eine Art diktatur gewesen sein. Es war aber ein Faktor der Stabilität. Mussten die Menschen in Syrien elend dahin vegetieren? Hunger, Elend?
War es nicht eher so, das dort ein Gleichgewicht gewahrt worden ist - wie in den anderen Ländern auch?
Was ich dort unten sehe ist ein Desater sondergleichen. Was wir sicher nicht erleben werden ist Demokratie und Menschenrechte für alle, die dort leben.
Von daher kotzt mich dieser ganze "arabische Frühling" wie der Mist mal bezeichnet wurde, an.
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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
Verkürzt : Uns mußte bewußt werden , dass dies ein wichtiger Weg zum friedlichen Miteinander ist .--- Auch wenn
ich manches kritisch sehe .-- Habe diese Tage die " Rede"von Jackson Anklagevertreter "gefunden" . Wie er die
Deutschen der zwanziger Jahre beschreibt , ist schon erschütternd , weil er inhaltlich die Atmosphäre ziemlich sachlich beschreibt
Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
Aber es war halt `ne winzige Minderheit die von diesem "System" profitierte





Hubert, zu dieser "winzigen Minderheit" gehörten überall die christlichen Kirchen. Im Irak hat es nach dem Sturz Saddams massive Christenverfolgungen gegeben. Viele der dort angesiedelten Christen haben sich in die Türkei geflüchtet.
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Oliver
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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 06:47

Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
Verkürzt : Uns mußte bewußt werden , dass dies ein wichtiger Weg zum friedlichen Miteinander ist .--- Auch wenn
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Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
Aber es war halt `ne winzige Minderheit die von diesem "System" profitierte





Hubert, zu dieser "winzigen Minderheit" gehörten überall die christlichen Kirchen. Im Irak hat es nach dem Sturz Saddams massive Christenverfolgungen gegeben. Viele der dort angesiedelten Christen haben sich in die Türkei geflüchtet.
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http://www.katholisches.info/2012/02/08/die-andere-wahrheit-uber-syrien-%E2%80%9Erevolution-wird-islamischer-christenverfolgung-nimmt-zu/
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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 07:36

Oliver schrieb:
Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
Verkürzt : Uns mußte bewußt werden , dass dies ein wichtiger Weg zum friedlichen Miteinander ist .--- Auch wenn
ich manches kritisch sehe .-- Habe diese Tage die " Rede"von Jackson Anklagevertreter "gefunden" . Wie er die
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Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
Aber es war halt `ne winzige Minderheit die von diesem "System" profitierte

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Das ist alles sehr schlimm und total unübersichtlich. Was mich am meisten bestürzt ist, wenn ich mich selbst betrachte: Ich weiß nicht mehr was ich denken soll! Kein Lösungsansatz ist erkennbar. Nichts wozu oder wogegen man sich entscheiden könnte. Im Zuge dieser Hilflosigkeit könnte man fast depressiv werden. Und Syrien ist doch kein Einzelfall! Mich beschleicht das Gefühl, dass weltweit alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt".
Ich denke mir, so ähnlich muß sich Gott gefühlt haben bevor er die Sintflut schickte. Sad

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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 07:44

Oliver schrieb:
Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
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Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
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Hubert, zu dieser "winzigen Minderheit" gehörten überall die christlichen Kirchen. Im Irak hat es nach dem Sturz Saddams massive Christenverfolgungen gegeben. Viele der dort angesiedelten Christen haben sich in die Türkei geflüchtet.
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Genau das ist es, was ich mit Sorge beobachte.
Gert

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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 09:12

Wladimir I schrieb:
Oliver schrieb:
Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Und wenn wir es rein menschlich sehen : Wir in Europa wissen es , aber ich bezweifle dass die meisten das in
den Ländern des Nahen Ostens empfinden . Ich meine : Der demokratische Prozess dauerte bei uns auch ziemlich lange .
Verkürzt : Uns mußte bewußt werden , dass dies ein wichtiger Weg zum friedlichen Miteinander ist .--- Auch wenn
ich manches kritisch sehe .-- Habe diese Tage die " Rede"von Jackson Anklagevertreter "gefunden" . Wie er die
Deutschen der zwanziger Jahre beschreibt , ist schon erschütternd , weil er inhaltlich die Atmosphäre ziemlich sachlich beschreibt
Insofern wird es im Nahen Osten so schnell keine Ruhe geben . Deshalb verstehe ich , was Du , Gert, sagen willst .
Aber es war halt `ne winzige Minderheit die von diesem "System" profitierte

Hubert, zu dieser "winzigen Minderheit" gehörten überall die christlichen Kirchen. Im Irak hat es nach dem Sturz Saddams massive Christenverfolgungen gegeben. Viele der dort angesiedelten Christen haben sich in die Türkei geflüchtet.
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http://www.katholisches.info/2012/02/08/die-andere-wahrheit-uber-syrien-%E2%80%9Erevolution-wird-islamischer-christenverfolgung-nimmt-zu/

Das ist alles sehr schlimm und total unübersichtlich. Was mich am meisten bestürzt ist, wenn ich mich selbst betrachte: Ich weiß nicht mehr was ich denken soll! Kein Lösungsansatz ist erkennbar. Nichts wozu oder wogegen man sich entscheiden könnte. Im Zuge dieser Hilflosigkeit könnte man fast depressiv werden. Und Syrien ist doch kein Einzelfall! Mich beschleicht das Gefühl, dass weltweit alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt".
Ich denke mir, so ähnlich muß sich Gott gefühlt haben bevor er die Sintflut schickte. Sad

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Wladimir, könnte es sein, das alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt", weil Du es aufgegeben hast, eurozentristisch zu denken? Natürlich ist Syrien kein Einzelfall. Aber das liegt nicht daran, das wir es falsch sehen, sondern daran, das wir die Werte unserer eigenen Zivilisation seit etlicher Zeit infrage stellen. Wir haben kein Fundament mehr, von dem aus wir das, was irgendwo geschieht, betrachten. Da werden nach idigenen Wurzeln gesucht, die es zu heben und zu schützen gilt, egal, was dabei heraus kommt.
Es gibt wenigstens zwei Möglichkeiten.
A) Das Mittelmeer wird wieder eine Militärgrenze, wie es das nach der Eroberung Nordafrikas durch die Araber war. Dabei wird Israel immer für diese Welt dort unten ein Pfahl im Fleisch sein - solange, bis dort, bedingt, durch die jüdische Orthodoxie eine Angleichung an die dort beheimateten vorstellungen gibt, oder das Ländle weggeputzt wird.
B) Wir besinnen uns endlich unserer eigenen Traditionen und unserer Werte und vor allem unserer eigenen Interessen und pfeifen auf das ganze Geseire wegen der Menschenrechte, die es dort doch nie so geben wird, wie wir es uns vorstellen und geben den Russen wenigstens im Blick auf Syrien mal Recht.
Gert

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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 19:41

Wir sind ja vor einem Jahr quer durchs Land gereist. Bis auf Homs waren wir in allen größeren Städten. Es war auffällig, dass es z.B. zwischen Damaskus bzw. Aleppo und Hama einen Unterschied gab. In den beiden erstgenannten Städten war alles offner und moderner. Uns wurde z.B. auch abgeraten, in Hama in eine Moschee zu gehen, weil es in Hama mehr streng gläubige Moslems als z.b. in Damaskus gibt und man deshalb in Hama Nichtmoslems nicht gerne in der Moschee sieht. In Damaskus oder Aleppo, die die beiden größten Städte Syriens sind, war es kein Problem, eine Moschee zu besuchen. Hama war ja auch die Stadt, wo 1982 dieser Aufstand der Muslimbrüder gegen die Regierung war. Hama wurde damals bombardiert und es soll ca. 30.000 Tote gegeben haben. In Syrien und wohl auch in der restlichen Welt ist dieses Ereignis von 1982 ein Tabuthema oder hat das jemand von euch gewusst? Uns hat das der Reiseleiter hinter vorgehaltender Hand erzählt.
So wie ich es mitbekommen habe, finden die jetzigen Aufstände hauptsächlich in den Städten Homs, Hama und Dara statt, die dafür bekannt sind, dass dort besonders viele Islamisten bzw. streng gläubige Moslems leben. Man kann also schon davon ausgehen, dass diese Aufstände von den Islamisten angezettelt werden und der Großteil der Bevölkerung gar nicht dafür ist.

Anja


Zuletzt von Loewin1967w am So 12 Feb 2012, 19:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 19:43

Loewin1967w schrieb:
Wir sind ja vor einem Jahr quer durchs Land gereist. Bis auf Homs waren wir in allen größeren Städten. Es war auffällig, dass es z.B. zwischen Damaskus bzw. Aleppo und Hama einen Unterschied gab. In den beiden erstgenannten Städten war alles offner und moderner. Uns wurde z.B. auch abgeraten, in Hama in eine Moschee zu gehen, weil es in Hama mehr streng gläubige Moslems als z.b. in Damaskus gibt und man deshalb in Hama Nichtmoslems nicht gerne in der Moschee sieht..In Damaskus war es kein Problem, eine Moschee zu besuchen. Hama war ja auch die Stadt, wo 1982 dieser Aufstand der Muslimbrüder gegen die Regierung war. Hama wurde damals bombardiert und es soll ca. 30.000 Tote gegeben haben. In Syrien und wohl auch in de restlichen Welt ist dieses Ereignis von 1982 ein Tabuthema oder hat das jemand von euch gewusst? Uns hat das der Reiseleiter hinter vorgehaltender Hand erzählt.
So wie ich es mitbekommen habe, finden die jetzigen Aufstände hauptsächlich in den Städten Homs, Hama und Dara statt, die dafür bekannt sind, dass dort besonders viele Islamisten bzw. streng gläubige Moslems leben. Man kann also schon davon ausgehen, dass diese Aufstände von den Islamisten angezettelt werden.Anja



Genau so wird es sein und die sehen sich auf dem Weg zur allumfassenden "umma".
Gert

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BeitragThema: Re: Syrien   So 12 Feb 2012, 21:13

Gert schrieb:
Wladimir I schrieb:


Das ist alles sehr schlimm und total unübersichtlich. Was mich am meisten bestürzt ist, wenn ich mich selbst betrachte: Ich weiß nicht mehr was ich denken soll! Kein Lösungsansatz ist erkennbar. Nichts wozu oder wogegen man sich entscheiden könnte. Im Zuge dieser Hilflosigkeit könnte man fast depressiv werden. Und Syrien ist doch kein Einzelfall! Mich beschleicht das Gefühl, dass weltweit alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt".
Ich denke mir, so ähnlich muß sich Gott gefühlt haben bevor er die Sintflut schickte. Sad

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Wladimir, könnte es sein, das alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt", weil Du es aufgegeben hast, eurozentristisch zu denken? Natürlich ist Syrien kein Einzelfall. Aber das liegt nicht daran, das wir es falsch sehen, sondern daran, das wir die Werte unserer eigenen Zivilisation seit etlicher Zeit infrage stellen. Wir haben kein Fundament mehr, von dem aus wir das, was irgendwo geschieht, betrachten. Da werden nach idigenen Wurzeln gesucht, die es zu heben und zu schützen gilt, egal, was dabei heraus kommt.
Es gibt wenigstens zwei Möglichkeiten.
A) Das Mittelmeer wird wieder eine Militärgrenze, wie es das nach der Eroberung Nordafrikas durch die Araber war. Dabei wird Israel immer für diese Welt dort unten ein Pfahl im Fleisch sein - solange, bis dort, bedingt, durch die jüdische Orthodoxie eine Angleichung an die dort beheimateten vorstellungen gibt, oder das Ländle weggeputzt wird.
B) Wir besinnen uns endlich unserer eigenen Traditionen und unserer Werte und vor allem unserer eigenen Interessen und pfeifen auf das ganze Geseire wegen der Menschenrechte, die es dort doch nie so geben wird, wie wir es uns vorstellen und geben den Russen wenigstens im Blick auf Syrien mal Recht.
Gert
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Wladimir , Deine letzte Meinung veranlaßt mich zu bestätigen , was Gert meint .-- Konkret : Wir bekommen die Vorgänge
in den Städten ins Haus geliefert . Was ist mit den Menschen im "flachen Land " ?. --
Wir - die westliche Welt - unter der Hegemonie der USA - meinen seit langem , dass wir die übrige Welt bekehren
müssen /sollten .-- Insbesondere sehe ich als Lösungsansatz , dass wir uns auf die eigene Tradition und die eigenen
Probleme konzentrieren sollten . Dort wo die USA wirtschaftliche Interessen sehen , sollten sie dazu beitragen die
Firmen zu zwingen die sozialen und nationalen Sonderheiten zu respektieren .-- Grob formuliert , wissen wir , dass
in nicht wenigen Ländern global operierende Firmen Länder ausbeuten , ohne dass die Bevölkerung davon etwas hat .
Wen wundert es noch , dass sie sich dagegen wehren ? Aber mein "Traum" könnte nur mit anderem weit vorausblickenden
Bewußtsein umgesetzt werden .- Was führende US-Politiker von sich geben , ist ein politischer Narzissmus erster Klasse .
Wie soll der abgemildert werden ? Mit einer politischen Demut , dass auch die USA nicht alle Länder zur Demokratie
zwingen können . Aber , wie gesagt ...
Israel wurde mit einer geopolitischem Machtdemonstration gegründet . Deshalb wird diese Region nur schwer zu
befrieden sein .
Hubert
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Gert
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BeitragThema: Re: Syrien   Mo 13 Feb 2012, 05:03

Hubert Laufer schrieb:
Gert schrieb:
Wladimir I schrieb:


Das ist alles sehr schlimm und total unübersichtlich. Was mich am meisten bestürzt ist, wenn ich mich selbst betrachte: Ich weiß nicht mehr was ich denken soll! Kein Lösungsansatz ist erkennbar. Nichts wozu oder wogegen man sich entscheiden könnte. Im Zuge dieser Hilflosigkeit könnte man fast depressiv werden. Und Syrien ist doch kein Einzelfall! Mich beschleicht das Gefühl, dass weltweit alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt".
Ich denke mir, so ähnlich muß sich Gott gefühlt haben bevor er die Sintflut schickte. Sad

Wladimir I




Wladimir, könnte es sein, das alles mögliche einfach "nicht mehr stimmt", weil Du es aufgegeben hast, eurozentristisch zu denken? Natürlich ist Syrien kein Einzelfall. Aber das liegt nicht daran, das wir es falsch sehen, sondern daran, das wir die Werte unserer eigenen Zivilisation seit etlicher Zeit infrage stellen. Wir haben kein Fundament mehr, von dem aus wir das, was irgendwo geschieht, betrachten. Da werden nach idigenen Wurzeln gesucht, die es zu heben und zu schützen gilt, egal, was dabei heraus kommt.
Es gibt wenigstens zwei Möglichkeiten.
A) Das Mittelmeer wird wieder eine Militärgrenze, wie es das nach der Eroberung Nordafrikas durch die Araber war. Dabei wird Israel immer für diese Welt dort unten ein Pfahl im Fleisch sein - solange, bis dort, bedingt, durch die jüdische Orthodoxie eine Angleichung an die dort beheimateten vorstellungen gibt, oder das Ländle weggeputzt wird.
B) Wir besinnen uns endlich unserer eigenen Traditionen und unserer Werte und vor allem unserer eigenen Interessen und pfeifen auf das ganze Geseire wegen der Menschenrechte, die es dort doch nie so geben wird, wie wir es uns vorstellen und geben den Russen wenigstens im Blick auf Syrien mal Recht.
Gert
----
Wladimir , Deine letzte Meinung veranlaßt mich zu bestätigen , was Gert meint .-- Konkret : Wir bekommen die Vorgänge
in den Städten ins Haus geliefert . Was ist mit den Menschen im "flachen Land " ?. --
Wir - die westliche Welt - unter der Hegemonie der USA - meinen seit langem , dass wir die übrige Welt bekehren
müssen /sollten .-- Insbesondere sehe ich als Lösungsansatz , dass wir uns auf die eigene Tradition und die eigenen
Probleme konzentrieren sollten . Dort wo die USA wirtschaftliche Interessen sehen , sollten sie dazu beitragen die
Firmen zu zwingen die sozialen und nationalen Sonderheiten zu respektieren .-- Grob formuliert , wissen wir , dass
in nicht wenigen Ländern global operierende Firmen Länder ausbeuten , ohne dass die Bevölkerung davon etwas hat .
Wen wundert es noch , dass sie sich dagegen wehren ? Aber mein "Traum" könnte nur mit anderem weit vorausblickenden
Bewußtsein umgesetzt werden .- Was führende US-Politiker von sich geben , ist ein politischer Narzissmus erster Klasse .
Wie soll der abgemildert werden ? Mit einer politischen Demut , dass auch die USA nicht alle Länder zur Demokratie
zwingen können . Aber , wie gesagt ...
Israel wurde mit einer geopolitischem Machtdemonstration gegründet . Deshalb wird diese Region nur schwer zu
befrieden sein .
Hubert




Hubert, und genau das meine ich nicht. Ich scheiße auf die sozialen und nationalen Sonderheiten der Typen dort unten. Jedes Regime, das diesen ganzen Müll in Zaum hält und bereit ist, mit der Welt vernünftigen Handel zu treiben, den Tourismus zu pflegen und an sonsten Ruhe zu halten, sollte, wenn es nach mir ginge, unterstütz werden.
Wir haben nichts davon, wenn wir dort Revolutionen hochjubeln, weil sie über Twitter und Facebook gemangt werden und das als Zeichen der Demokratisierung angesehen wird. Dahinter lauern jene, die uns Schweinefleischfresser nennen und den Westen hassen. Das beste Beispiel sind die Meldiven, wo ein demokratisch gewählter Präsident durch einen, von Islamisten gemachten Putsch, aus dem Amt gejagt wurde.
Gert

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BeitragThema: Re: Syrien   Mo 13 Feb 2012, 08:24

Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Wladimir , Deine letzte Meinung veranlaßt mich zu bestätigen , was Gert meint .-- Konkret : Wir bekommen die Vorgänge
in den Städten ins Haus geliefert . Was ist mit den Menschen im "flachen Land " ?. --
Wir - die westliche Welt - unter der Hegemonie der USA - meinen seit langem , dass wir die übrige Welt bekehren
müssen /sollten .-- Insbesondere sehe ich als Lösungsansatz , dass wir uns auf die eigene Tradition und die eigenen
Probleme konzentrieren sollten . Dort wo die USA wirtschaftliche Interessen sehen , sollten sie dazu beitragen die
Firmen zu zwingen die sozialen und nationalen Sonderheiten zu respektieren .-- Grob formuliert , wissen wir , dass
in nicht wenigen Ländern global operierende Firmen Länder ausbeuten , ohne dass die Bevölkerung davon etwas hat .
Wen wundert es noch , dass sie sich dagegen wehren ? Aber mein "Traum" könnte nur mit anderem weit vorausblickenden
Bewußtsein umgesetzt werden .- Was führende US-Politiker von sich geben , ist ein politischer Narzissmus erster Klasse .
Wie soll der abgemildert werden ? Mit einer politischen Demut , dass auch die USA nicht alle Länder zur Demokratie
zwingen können . Aber , wie gesagt ...
Israel wurde mit einer geopolitischem Machtdemonstration gegründet . Deshalb wird diese Region nur schwer zu
befrieden sein .
Hubert




Hubert, und genau das meine ich nicht. Ich scheiße auf die sozialen und nationalen Sonderheiten der Typen dort unten. Jedes Regime, das diesen ganzen Müll in Zaum hält und bereit ist, mit der Welt vernünftigen Handel zu treiben, den Tourismus zu pflegen und an sonsten Ruhe zu halten, sollte, wenn es nach mir ginge, unterstütz werden.
Wir haben nichts davon, wenn wir dort Revolutionen hochjubeln, weil sie über Twitter und Facebook gemangt werden und das als Zeichen der Demokratisierung angesehen wird. Dahinter lauern jene, die uns Schweinefleischfresser nennen und den Westen hassen. Das beste Beispiel sind die Meldiven, wo ein demokratisch gewählter Präsident durch einen, von Islamisten gemachten Putsch, aus dem Amt gejagt wurde.
Gert
Gert , ich glaube Du und ich sehen das Problem aus verschiedenen Perspektiven . Bei Deiner jetzigen Meinung fällt es mir schwer vorzustellen , was Du von Beruf bist . Egal . Bei meinem Hinweis habe ich z.B. an die Ölfirmen gedacht , die
Umweltverschmutzung und Ausbeutung in Kauf nehmen und den Menschen dort zumuten aus den Ölfitzen noch Reste
herauszuholen . - Von Brosamen kann niemand auf Dauer leben . Ich meinte konkret bei meinem Beispiel : Die
wahrscheinlich US-Firmen müßten ihrer Regierung vorweisen , dass sie die Menschen angemessen bezahlen und die
Umweltverschmutzung ausbügeln . Wo habe ich denn geschrieben , dass ich dafür bin dort Revolutionen hochzujubeln ?
Du solltest eigentlich wissen und Deutschland hat genug Erfahrung damit gemacht , wenn man Menschen zuviel zumutet ,
dann laufen sie allem hinterher , ob das richtig ist , bleibt dabei unwichtig .
Im übrigen : Den menschlichen Diktator gab es noch nie und wird es künftig auch nicht geben . Wir texten hier vom
hohen Roß herunter . Ich möchte und kann ernsthaft nicht beurteilen , was , wann , wo und wie besser für die Menschen dort sein könnte . Denn schlußendlich geht es überall - für mindestens 9O% ums nackte Überleben .
Hubert
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BeitragThema: Re: Syrien   Mo 13 Feb 2012, 09:26

Hubert Laufer schrieb:
Gert schrieb:
Hubert Laufer schrieb:

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Wladimir , Deine letzte Meinung veranlaßt mich zu bestätigen , was Gert meint .-- Konkret : Wir bekommen die Vorgänge
in den Städten ins Haus geliefert . Was ist mit den Menschen im "flachen Land " ?. --
Wir - die westliche Welt - unter der Hegemonie der USA - meinen seit langem , dass wir die übrige Welt bekehren
müssen /sollten .-- Insbesondere sehe ich als Lösungsansatz , dass wir uns auf die eigene Tradition und die eigenen
Probleme konzentrieren sollten . Dort wo die USA wirtschaftliche Interessen sehen , sollten sie dazu beitragen die
Firmen zu zwingen die sozialen und nationalen Sonderheiten zu respektieren .-- Grob formuliert , wissen wir , dass
in nicht wenigen Ländern global operierende Firmen Länder ausbeuten , ohne dass die Bevölkerung davon etwas hat .
Wen wundert es noch , dass sie sich dagegen wehren ? Aber mein "Traum" könnte nur mit anderem weit vorausblickenden
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Wie soll der abgemildert werden ? Mit einer politischen Demut , dass auch die USA nicht alle Länder zur Demokratie
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Hubert, und genau das meine ich nicht. Ich scheiße auf die sozialen und nationalen Sonderheiten der Typen dort unten. Jedes Regime, das diesen ganzen Müll in Zaum hält und bereit ist, mit der Welt vernünftigen Handel zu treiben, den Tourismus zu pflegen und an sonsten Ruhe zu halten, sollte, wenn es nach mir ginge, unterstütz werden.
Wir haben nichts davon, wenn wir dort Revolutionen hochjubeln, weil sie über Twitter und Facebook gemangt werden und das als Zeichen der Demokratisierung angesehen wird. Dahinter lauern jene, die uns Schweinefleischfresser nennen und den Westen hassen. Das beste Beispiel sind die Meldiven, wo ein demokratisch gewählter Präsident durch einen, von Islamisten gemachten Putsch, aus dem Amt gejagt wurde.
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Gert , ich glaube Du und ich sehen das Problem aus verschiedenen Perspektiven . Bei Deiner jetzigen Meinung fällt es mir schwer vorzustellen , was Du von Beruf bist . Egal . Bei meinem Hinweis habe ich z.B. an die Ölfirmen gedacht , die
Umweltverschmutzung und Ausbeutung in Kauf nehmen und den Menschen dort zumuten aus den Ölfitzen noch Reste
herauszuholen . - Von Brosamen kann niemand auf Dauer leben . Ich meinte konkret bei meinem Beispiel : Die
wahrscheinlich US-Firmen müßten ihrer Regierung vorweisen , dass sie die Menschen angemessen bezahlen und die
Umweltverschmutzung ausbügeln . Wo habe ich denn geschrieben , dass ich dafür bin dort Revolutionen hochzujubeln ?
Du solltest eigentlich wissen und Deutschland hat genug Erfahrung damit gemacht , wenn man Menschen zuviel zumutet ,
dann laufen sie allem hinterher , ob das richtig ist , bleibt dabei unwichtig .
Im übrigen : Den menschlichen Diktator gab es noch nie und wird es künftig auch nicht geben . Wir texten hier vom
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Hubert



OK, Hubert, da sind wir uns einig. Die Firmen, die Nutzen aus einer Region ziehen, sollten zumindest für die Menschen, die bei ihnen arbeiten verantwortlich sein und auch für die Umweltschäden, die sie anrichten. Ein auskommen müssen die Menschen haben, dann werden sie auch nicht nach irgendwelchen Alternativen suchen, bloß weil die ihnen was versprechen, das dann auch nur heißer Dampf ist.
Aber solch ein soziales Verhalten sollte für eine Firma schon aus Eigentinteresse vorhanden sein.
Das es menschlich handelnde Diktatoren nicht wirklich gibt, ist mir klar und das wir hier aus einer etwas besonderen Position nachdenken auch. Aber ich bin eingefleischter Europäer und bevor ich frage, was für andere besser ist, frage ich, was für uns gut ist.
Gert

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